8 - 5 Wochen vor der Abreise

> Die Heinzelmännchen kommen <

 

 "Wir wollen schon mal die Wände streichen." Als unsere lieben Nachbarn (und Nachmieter) mit Farbtabelle bei uns klingelten, wurde uns bewusst, dass es jetzt sehr real wird. Schon bald verlassen wir unsere geliebte wunderschöne Mietwohnung mit Blick über Dresden aus jedem Fenster. Ein Wechselbad der Gefühle bestimmt nun Frühstück und Abendessen. Wir genießen die Abende auf der Terrasse, wenn die untergehende Sonne unsere Stadt in ein geheimnisvolles Licht taucht und nachts die Lichter der Altstadt wie Sterne funkeln. Werden wir je wieder so wohnen können? Wehmut, Sorge, etwas Unsicherheit? Es fällt schwer dieses Bauchgefühl zu beschreiben.

Nur wenige Minuten später streift der Blick unsere große Weltkarte. Russland, Mongolei, Südostasien, Australien, ... - die Welt wird bestimmt so viel mehr atemberaubende Landschaft und Abenteuer bieten als dieses kleine Fleckchen Heimat hier in Sachsen. Jetzt kribbelt der Bauch vor Aufregung und Vorfreude.

Voller Spannung wagten wir uns an eine erste Packprobe. Tatsächlich verstauten wir alle aufgelisteten Sachen in zwei große Rucksäcke, zwei Tagesrucksäcke und einen kleinen für Fine. Lediglich die Windeln fehlten noch. Da wir aber noch nicht die gesamte Ausrüstung besorgt und nur ähnliche Dinge dafür eingepackt hatten , bleibt es bis zum letzten Tag spannend.

Man könnte sagen, die Heinzelmännchen nehmen nach und nach unsere Wohnung ein. Überall trifft man auf sie. Unser Bett ist nur noch vom Fußende betretbar. Die gemütliche Leseecke samt Sessel und Lampe wurde in die Mitte des Raumes verschoben. Unser Flur ist nicht mehr auf direktem Wege zu durchlaufen. Zum Glück war das alles nur vorübergehend. Genau 4 Wochen vor Abreise fanden die ersten 60 Kisten und einige Möbelstücke ihren Weg ins Lager. Dort warten sie nun ein Jahr auf uns, um dann hoffentlich ihren Platz in einer neuen schönen Wohnung einzunehmen. 

Ach ja: Die "Heinzelmännchen" sind ein Umzugsunternehmen (Heinzelmännchen Service GmbH). Vielen Dank für den netten Kontakt und die unkomplizierten Möglichkeiten. 

Fazit: Ein minütliches Hin-und-Her zwischen "Schaffen wir vorher alles noch wie geplant?" und "Wir machen uns bestimmt viel zu viel Gedanken".