MONGOLEI

20.07.2015 - 07.08.2015

  

REISE DURCHS NOMADENLAND                               31 JUL 2015


Weitab der Zivilisation in einem kleinen mongolischen Jurtencamp - unser erster Morgen begann. Noch etwas verschlafen saßen wir in der Küchen-Jurte und genossen den letzten Schluck Kaffee des Frühstücks. Willi spielte neben uns und Fine… Ja, wo ist eigentlich Fine? Sie spielt bestimmt draußen zwischen den Kamelen und Pferden auf der Wiese, beruhigten wir uns. Nur zur Sicherheit trat ich einen Schritt hinaus und ließ meinen Blick über Wiesen mit grasenden Tieren und den Bergen im Hintergrund schweifen. Keine Spur von Fine. Dafür zogen Yaks in einiger Entfernung an unserem Camp vorbei. Ein fantastischer Anblick. Ich genoss ihn eine Weile, bis ich diesen kleinen blau-rosa ­­Farbklecks auf einem der riesigen Fellberge sah. Oh nein!!! Fine hat doch heute ein blaues Shirt und eine rosa Leggins an. MIRKO, komm schnell!!! Der Kaffee blieb stehen, Willi heulte – Hose voll, Durchfall – na toll. Was machen wir jetzt zuerst? Fine retten oder Willi?

Mirko rannte los und ich beseitigte schnell das Schlimmste in Willis Windel. Dann rannten wir hinterher und trafen auf eine überglückliche Fine auf einem zotteligen, riesigen Yak genau wie die stolze Mongolen-Familie neben ihr, alle in ihrer Tracht. Wie auch schon in Russland schlossen wir schnell Freundschaften und die Familie mit den Yaks wollte uns aus ihrem Leben erzählen und es uns hautnah erleben lassen. So begann einer von vielen spannenden und wundervollen Tagen in der Mongolei.


NASS, CHAOTISCH UND JURTEN IN DER STADT 07 AUG 15


Zurück von unserer geführten Rundreise, standen wir nun auf eigenen Beinen und organisierten erstmal eine Übernachtung für den kommenden Abend. Gana´s Guesthouse gleich neben dem Gandan-Kloster hatte noch kurzfristig ein freies Zimmer für uns. Es gefiel uns allen gut in diesem Hostel. Der Starkregen in den ersten 24h ließ aber Wasser ins Zimmer laufen - durch den Putz und durch die kaputten Fensterdichtungen. Die Fenster wurden von innen mit einem Ziegelstein "verschlossen" und eine alte Krawatte diente als Wasserablauf auf dem Fensterbrett um das schlimmste zu vermeiden.