KAMBODSCHA

18.09.2015 - 18.10.2015

KOMM MIT UNS INS ABENTEUERLAND...                                                    29 SEP 2015

„Feuer, Feuer“, freut sich Willi. Der kleine Raum füllt sich mit Rauch. Wir sitzen mittendrin. Fines Augen leuchten. Jetzt heißt es, ganz ruhig bleiben. Niemand sagt etwas, niemand bewegt sich. Ein undefinierbarer Duft umhüllt uns. Was passiert nun? Willi streckt tapfer seinen Arm nach vorn und lässt sich das rote Band um sein Handgelenk binden. Wir schauen gespannt zu und vergessen vor Aufregung fast ein Foto zu machen. Im Schneidersitz verfolgen wir jede seiner Bewegungen. Kong San, ein buddhistischer Mönch, hat uns in seine Pagode eingeladen und vollzieht nun gemeinsam mit uns ein glückbringendes Ritual in seinem Zimmer.


DAS WAHRE LEBEN...                                                                                   08 OKT 2015

Unsere Nasen werden gefordert. Es riecht nach Fisch und rohem Fleisch, nach überreifem Obst und Gummi. An jeder Ecke wird gekocht. Qualm strömt unter den Holz- und Blechdächern hervor und vernebelt die Sicht. Alle paar Meter vermischt sich der Duft von Räucherstäbchen mit den der Gemüse- Obst- und Fischhändler. Dichtes Gedränge zwischen Mopeds, Radfahrern und Fußgängern. Ein Durchkommen scheint unmöglich. Blicke starren uns an. Mal wird gelächelt, mal gewunken, mal gefragt. Sie sprechen uns auf Khmer an und hoffen auf eine Antwort. Die haben wir nur parat, wenn sie auf Willi zeigen. Die Antwort lautet: „Two“ mit dem beiden Fingern dazu. Die Reaktion: Ein breites Lächeln. Sein Alter wollen alle wissen, sie können es wohl nur schwer schätzen.


UNTERWEGS IM SÜDEN                                                                               18 OKT 2015

Was, ihr wollt nach Süden? Heute? Morgen? Die nächsten Tage? Keine Chance!!!

Nicht nur, dass wir keine Busplätze in der ersten Reihe buchen konnten (wegen Willis Reiseübelkeit)- wir bekamen nicht mal irgendeinen Platz im Bus. Kein Flugzeug, keine Bus, keine Bahn. Wir befanden uns mitten in den Feiertagen. Restaurants zu, Geschäfte zu, Verkehrsmittel mit reisenden Kambodschanern überfüllt. Für mindestens eine Woche läuft hier und im ganzen Land nichts mehr. Völlig unvorbereitet traf uns diese "Neuigkeit". Unser Plan geriet mächtig ins Wanken. Die Laune sank -tief. Phnom Penh war nicht unsere Stadt.